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Tipps für die Unternehmensnachfolge

Tipps & Hilfe für die Unternehmensnachfolge

Jedem Unternehmer ist klar, dass er sein Geschäft eines Tages an einen Nachfolger übergeben muss. Ob bewusst oder unbewusst, alle Unternehmer denken von Zeit zu Zeit an diesen Tag. Aber bis dahin ist noch so viel anderes zu tun. Die Konjunktur ist gerade nicht gut. Das neue Produkt muss im Markt etabliert werden. Das neue Gebäude wird eingeweiht und, und, und. Und dann ist es auf einmal (zu) spät, um die Firmenübergabe sauber und gut durchdacht zu planen.

Wie gut sind deutsche Unternehmer vorbereitet?
Oft sind Unternehmer zu beschäftigt, als dass sie sich mit der Nachfolge auseinander setzen. Leider liegt die Rate der Nachfolgefälle, die unvorbereitet eintreffen, bei 20 bis 25% aller übergebenen Unternehmen. Es lohnt sich für jeden Unternehmer, sich Zeit zu nehmen und seine Nachfolge frühzeitig zu regeln. Unternehmer sind sehr verantwortungsbewusste Menschen, die in der Regel wollen, dass es den Mitarbeitern und dem Unternehmen auch nach ihrem Ausscheiden gut geht. Und um das sicher zu stellen, müssen Sie gut planen. Lassen Sie sich bei diesem wichtigen Thema von einem fachkundigen Berater begleiten, zu dem Sie Vertrauen haben. Dann ist der Übergabeprozess halb so schlimm.

Was sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Nachfolge?

Folgende drei Punkte sind zu beachten:

1. Die eigene gesicherte Altersversorgung (nicht alles auf den Verkauf des Unternehmens setzen)
Die sichere Altersvorsorge ist besonders wichtig und bedarf der frühzeitigen Planung. Gerade in den guten Jahren des Unternehmens ist es wichtig, an die Zukunft zu denken. Dann können auch die Mittel bereitgestellt werden, die für die Absicherung im Alter nötig sind. Wer zum Ende seiner Unternehmerzeit auch noch gut verkaufen kann, kann besonders gut leben oder der Nachwelt etwas überlassen. Wer aber auf den guten Verkauf hofft und dann in einer konjunkturell schlechten Zeit verkaufen will, muss möglicherweise große Rückschritte akzeptieren, oder ist für immer in seiner Rolle gefangen.

2. Was sind die steuerlichen und rechtlichen Folgen? Und wie kann man sie optimieren?
Für die steuerliche und rechtliche Gestaltung der Nachfolge ist es ebenfalls sehr sinnvoll, die Rahmenbedingungen frühzeitig zu bestimmen: Gibt es Kinder, die die Nachfolge antreten wollen? Sollen die Führungskräfte das Unternehmen in einem MBI (Management Buy In) übernehmen? Oder soll das Unternehmen zu einen neuen Eigentümer wechseln? Für diese Fälle und andere Alternativen gibt es jeweils steuerliche und rechtliche Gestaltungsmöglichkeiten, die nicht erst zum Tag der Nachfolge gewählt werden können. Es ist wichtig, die richtigen Weichen bereits im Vorfeld zu stellen.

3. Wie kann der neue Eigentümer das Unternehmen positiv und ertragsstark weiter führen?
Letztlich ist klar, dass man nur ein gut laufendes Unternehmen auch zu einem guten Preis verkaufen kann. Nur wenn der neue Eigentümer mit seinem risikoreichen Investment auch einen „Return on Investment“ (Gewinn) erzielen kann, wird er gerne kaufen. Und, was noch wichtiger ist, er kann sich auch den Kaufpreis leisten. Immerhin muss der neue Unternehmer sowohl von seiner Tätigkeit leben als auch den Kredit zum Kauf des Unternehmens zurück zahlen. Wenn das nicht geht, kann das Unternehmen unverkäuflich werden oder erzielt keinen nennenswerten Verkaufspreis mehr.

Eines der größten Probleme für Makler in Unternehmensverkaufsangelegenheiten ist die Erwartung der Verkäufer: Sie denken nicht in den üblichen Bewertungsmethoden, sondern listen auf, was sie alles für das Unternehmen getan haben und welche Investitionen und Mühen sie auf sich genommen haben. Dagegen sieht der Käufer (hoffentlich) nur den zukünftigen Ertragswert. Das vergangene Engagement ist ihm nicht wichtig.

Was können Sie im Vorfeld klären?

Frühzeitig, also 10 oder mehr Jahre, vor dem geplanten Wechsel sollten Punkt 1 und 2 geklärt werden.

Welche bestehende Absicherung gibt es?

  • Ansprüche aus der Bundesrentenkasse, Pensionen, sonstige regelmäßige Zahlungen
  • Welches Vermögen außerhalb des Unternehmens gibt es?
  • Was braucht der Unternehmer nach bester Schätzung in seinem Alter, wenn er nicht mehr Unternehmer ist und keinen Unternehmerlohn oder Dividende erhält? Wie kann die mögliche Lücke geschlossen werden?

Wie wird die wahrscheinliche Nachfolge aussehen?

  • Nachwuchs, Mitarbeiter
  • Neuer Unternehmer, Verkauf an Mitbewerber
  • Verkauf an Investoren

Je nachdem welchen Weg man gehen will, könnte es sinnvoll sein, Umstrukturierungen vorzunehmen. Beim Nachwuchs gilt es, die Erbschaft zu optimieren. Beim Verkauf kommt es darauf an, was verkauft wird und in welcher Struktur. Da spielen steuerliche Aspekte oft eine große Rolle und müssen frühzeitig mit Fachleuten besprochen werden.

Für die Entwicklung des Unternehmens ist es wichtig, eine langfristige profitable Strategie zuwählen. So steht zum Tage X auch etwas Wertiges zum Verkauf oder zur Übergabe, dass eine lange Zukunft hat.

Was tun, wenn die Nachfolge unmittelbar bevor steht?

Die Altersversorgung ist geregelt, die Gestaltung in steuerlicher und rechtlicher Sicht wurde schon vor langer Zeit umgesetzt. Sie wissen, welchen Weg der Nachfolge Sie gehen wollen. Jetzt geht es darum, einen passenden Käufer zu finden. Am besten suchen Sie sich Jemanden, der sich mit der Thematik auskennt und dem Sie vertrauen können. Sprechen Sie mit Ihrem Berater den Prozess in allen Schritten durch und bereiten Sie sich vor. Erste Hinweise zur Unternehmensbewertung finden Sie in einem weiteren Blogbeitrag, der in Kürze folgt.

Und falls Sie Fragen zur erfolgreichen Regelung Ihrer Nachfolge haben, wenden Sie sich gern an mich.
Ich lade Sie herzlich zu einem unverbindlichen Erstgespräch ein.

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